Die Verteilungsdemokratie

Dieses Buch rekonstruiert die historische Entwicklung der italienischen Demokratie nach dem Zweiten Weltkrieg, die von Anfang an starke soziale Elemente aufwies und sich in den Jahren ihrer Konsolidierung zu dem entwickelte, was der Autor eine Verteilungsdemokratie nennt. Der italienische Sozialstaat war aber nicht das Ergebnis einer Umverteilung, sondern einer Verschuldung. Das Ausmaß der finanziellen Schieflage, die sich in den 1960er und 1970er Jahren als Folge des sogenannten deficit spending entwickelte, wurde zeitgleich mit dem Fall der Berliner Mauer sichtbar, als politische Kräfte wie die Lega Nord eine Revolte gegen das politische Establishment initiierte. Die Lega ebnete Berlusconi den Weg, der bei den Wahlen 1994 auch deshalb triumphierte, weil er ein „neues italienisches Wirtschaftswunder” versprach. Die Debatte um den Sozialstaat blieb jedoch auch nach den parteipolitischen Umbrüchen der 1990er Jahre weiterhin das Gravitationszentrum des politischen Systems. Der Erfolg oder Mißerfolg vieler Regierungen war seitdem von ihrer Positionierung zur Reform der sozialen Sicherungssysteme abhängig. Loreto Di Nucci verfolgt detailliert den Pulsschlag der politischen Debatte in Italien und liefert damit einen Schlüssel zum Verständnis der Besonderheiten dieses politischen Systems bis heute.

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Capitolo di prova – Die Verteilungsdemokratie
Volume completo – Die Verteilungsdemokratie

Il volume è stato pubblicato grazie ai fondi accordati a Villa Vigoni dal Ministero Federale della Ricerca, della Tecnologia e dell’Aeronautica (BMFTR) nell’ambito del progetto “Re-Konstruktionen”.
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Die Verteilungsdemokratie

  • Autore: L. Di Nucci
  • Editore: Villa Vigoni Editore | Verlag
  • Anno: 2025
  • Luogo: Loveno di Menaggio
  • ISBN / ISSN: 979-12-81641-15-0 / 979-12-81641-16-7