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In Erinnerung an Luigi Reitani

Mit großer Bestürzung haben wir im Deutsch-Italienischen Zentrum für den Europäischen Dialog Villa Vigoni die traurige Nachricht von Luigi Reitanis Tod erhalten. Wir sind fassungslos und trauern mit dem so großen Kreis seiner Freundinnen und Freunde und all derer, die am deutsch-italienisch-europäischen Gespräch interessiert sind, um einen herausragenden Wissenschaftler, einen feinen Menschen, einen ganz besonderen „Brückenbauer“ zwischen den Kulturen.

Unvergänglich ist, was Luigi Reitani als Koordinator des Kolloquiums “Goethe und der italienische Romanticismo” (Villa Vigoni 2016) gesagt hat: „der Ort, an dem wir uns heute befinden, ist in mehrfacher Hinsicht von dem kulturgeschichtlichen Diskurs geprägt, mit dem wir uns in den nächsten zwei Tagen beschäftigen werden. Denn diese Villa ist die Verkörperung einer deutschen Sehnsucht nach dem Schönen, die in Italien ihr Ziel fand. Natur und Kultur, Landschaft und Architektur sollten hier zu einer musterhaften Synthese gebracht werden. […] Acht Jahre bevor er diese Villa erwarb und ihren wunderschönen Park anlegte, hatte der Frankfurter Bankier Heinrich Mylius eine Kopie der in Italien noch unveröffentlichten Ode Manzonis Il Cinque Maggio an Herzog Carl August brieflich übermittelt. Goethe, der das Gedicht im Januar 1822 erhielt, übersetzte es in wenigen Tagen. So führen viele Wege von Italien nach Deutschland über den Comer See.“

Namens des Vereins Villa Vigoni e.V. spreche ich der Familie von Luigi Reitani unser aller herzlichstes Beileid aus. Die Villa Vigoni wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. 

R.i.P.

Christiane Liermann Traniello