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Europa im Krisenmodus: eine Herausforderung für die europäischen Gesellschaften

Im Rahmen des Projekts „Re-Konstruktionen“

Informationen

  • today ab 27/11/2023 bis 30/11/2023
  • place Hybrid
  • lock_outlineAuf Einladung
  • Koordination

    Villa Vigoni;
    Istituto Storico Germanico di Roma (DHI)

Die Europäische Union steht vor mehrschichtigen und in ihrer Komplexität und Dramatik bisher unbekannten Herausforderungen. Das politische Kräftefeld, das nach dem Fall der Mauer als konstant gegeben schien, hat sich in den vergangenen 30 Jahren grundlegend rekonfiguriert. Es stellt sich berechtigterweise die Frage, wo die Europäische Union in dieser ‘neuen’, von China und den USA dominierten Weltordnung steht und wie sie eine der Bevölkerungszahl, Wirtschafts- und Innovationskraft der Union entsprechende Stimme auf globaler Ebene behalten kann.

Die geostrategischen Veränderungen sind in den letzten Jahren durch die weltweite Pandemie und den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zugespitzt worden. Es hat sich deutlicher als je zuvor gezeigt, wie stark die EU von externen Partnern abhängig ist. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt „Re-Konstruktionen“ möchte einen Beitrag zur Beantwortung der Frage leisten, wie die europäischen Gesellschaften auf die genannten Krisen reagieren, wie sie sich anpassen und wie die gemeinsame europäische Dimension gestärkt werden kann. Dabei werden deutsche, italienische und französische Beiträge ins Gespräch gebracht. Durch die Einbindung polnischer Summen wird auch der Blick aus einem mittelosteuropäischen Land in die Debatte einbezogen. Die fachübergreifende Tagung (27.-30. November 2023) sieht den Versuch einer europäischen Debatte im Kleinen vor. 

Re-Konstruktionen ist ein Beitrag zur europäischen, transnationalen Debatte auf der Ebene der Gesellschaften. Die Politik auf nationaler und europäischer Ebene ist ein wesentlicher Pfeiler der europäischen Integration, aber ohne die aktive Beteiligung der dynamischen Kräfte aus Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur fehlt der EU die Verankerung. Jean Monnet, eine der entscheidenden Gründerfiguren der europäischen Integration, hatte es mit seinem berühmten Satz auf den Punkt gebracht: „Nous ne coalisons pas des États, nous unissons des hommes“.