Vigonianae, II, 2011 – 2. Heft

Rivista semestrale italo-tedesca


Können Deutschland und Italien voneinander lernen? In diesem Heft werden eine Reihe von Feldern vorgestellt, auf denen hohes Potential besteht. Der Bereich der Unternehmensführung steht beispielhaft dafür, wie unterschiedliche kulturelle Prägungen zu einem Austausch führen können, der für beide Seiten gewinnbringend ist. Auch in der geographisch-klimatischen Verschiedenheit zwischen Nord und Süd liegen, wie am Energiesektor zu ersehen ist, unerschlossene Ressourcen. Oder die Universitäten, mit denen beide Länder weltweit anerkannte Institutionen besitzen: In ihnen ist der Austausch im Keime angelegt, denn Erkenntnis von Neuem hat noch nie an nationalen Grenzen halt gemacht. Tatsächlich sind die beiden Länder Deutschland und Italien in ihrer wechselseitigen Anziehungskraft über Jahrhunderte hinweg in der vielfältigsten Weise verflochten. Doch dies muss nicht immer so bleiben. Ein vorzüglicher Repräsentant des intensiven Austauschs war der ehemalige italienische Botschafter in Berlin, Silvio Fagiolo, dessen Gedenken die vierte Abteilung dieses Hefts gewidmet ist. In seinem letzten hier abgedruckten Text ist die Sorge nicht zu überhören, dass die Distanz zwischen Deutschland und Italien wachsen und Gemeinsamkeiten verdrängen könnte. Diese Sorge ist sehr ernst zu nehmen. Umso wichtiger ist es, dass Villa Vigoni in dem Vierteljahrhundert ihres Bestehens ein fester Bezugspunkt für viele der mit beiden Ländern befassten Persönlichkeiten geworden ist - solcher, die im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen, wie jener, die in anderer Weise wirken. Nicht zuletzt die vier vorliegenden Hefte der Vigonianae, die aus ihrer Tätigkeit in den Jahren 2009-2011 erwachsen sind, legen ein beredtes Zeugnis davon ab. In der Gründungsphase von Villa Vigoni stand das Ziel außer Frage, die deutsch-italienischen Beziehungen zu intensivieren. Es bleibt zu hoffen, dass der Schwung auch in Zukunft erhalten bleibt, der über die Jahre hin, vielleicht sogar zuvörderst, aus persönlichem Einsatz und Einklang beider Seiten rührte.
Mit diesem Heft, das einige zentrale Initiativen aus meiner Amtszeit als Generalsekretär zusammenführt, verabschiede ich mich von den Lesern der Vigonianae mit einem besonderen Dank an die Autoren, die sich zum Beitrag gewinnen ließen.

Vigonianae, II, 2011 – 2. Heft

  • Autor/Autorin: G. Vogt-Spira, G. Vita, G. Oettinger, L. Ornaghi, B. Huber, H. J. Meyer, C. Mongardini, H.-J. Schiewer, N. Eschenbruch, U. Schollwöck, M. Cometa, K.-S. Rehberg, B. Rommel, S. Fagiolo, M. Matteazzi
  • Herausgegeben
    von:
    G. Vogt-Spira
  • Verlag: Steiner Verlag
  • Reihe: Vigonianae
  • Nummer des Bandes: 2
  • Jahr: 2011
  • Ort: Stuttgart
  • ISBN / ISSN: 21917280