Goethe und Manzoni
Deutsch-italienische Beziehungen um 1800
Die Beiträge dieses Bandes gruppieren sich um die beiden Pole Goethe und Manzoni und machen auf verschiedenen Ebenen das Spannungsfeld zwischen diesen beiden großen Vertretern der Literatur ihrer Zeit deutlich. Die Darstellung dieses Verhältnisses vermittelt zugleich ein Bild der vielfältigen kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien um 1800.
In einzelnen Abhandlungen wird Goethes Verhältnis zum Werk Manzonis wie zur italienischen und europäischen Literatur des frühen 19. Jahrhunderts analysiert.
Weitere Beiträge beleuchten die Beziehungen zwischen dem dichterischen Werk Alessandro Manzonis und der Dramaturgie Lessings sowie den Vorlesungen A. W. Schlegels.
Neben solchen philologischen Untersuchungen kulturgeschichtlich orientierte Studien, die die Geschichte der Verbindungen zwischen Weimar und Mailand aufzeigen und die persönlichen und geistigen Kanäle darstellen, über die sich die regen wechselseitigen Kontakte vermittelten. Heinrich Mylius, der Erbauer der heutigen »Villa Vigoni«, und Gaetano Cattaneo finden als zentrale Figuren dabei besondere Beachtung.
Untersuchungen Mailand-Bild der deutschen Italienliteratur wie zur Rezeption Goethes in den italienischen Zeit-des 19. Jahrhunderts schließlich den allgemeinen Bewusstseinshorizont der Zeit deutlich, vor dem sich der kulturelle Austausch abspielte.


