Wir leben in hochgradig ideologischen Zeiten. Dabei entstehen neue ideologische Kombinationen, die frühere Formen mit gegenwärtigen Herrschaftsverhältnissen und Missständen verbinden bzw. beide sogar fusionieren. Der Workshop stellt die Frage nach dem Zusammenhang zwischen politischen Imaginären und politischen Ideologien und bewertet diese neu. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass das Konzept des politischen Imaginären ein komplexeres Verständnis der Entstehung und Metamorphosen politischer Ideologien ermöglicht. Politische Imaginäre verleihen der Welt Bedeutung und schaffen Repräsentationen des Politischen. Ziel des Workshops ist es, die zentralen Dilemmata der Gegenwart zu adressieren, in dem die Transformationen von politischen Imaginären in politische Ideologien reflektiert und analysiert werden. Der Workshop diskutiert die Zukunft der Demokratie, die Auswirkungen des Autoritarismus, die Folgen des Populismus, die Restbestände des Utopismus und die ideologische Artikulation politischer Imaginäre in einer Welt in der Krise.
Koordination
Prof. Craig Browne, Sydney; Prof. Dr. Paula Diehl, Kiel

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